Wasserstandsmessung

Die Einstellungen für die Wasserstandsmessung sind unter Wasserstand (W) und Tech. Pegel (W) definiert.

ACHTUNG Den RQ‑30 nicht starten, solange sich die Messoberfläche in der Nahfeldausblendung des Wasserstandssensors befindet! Andernfalls erhält der RQ‑30 für mehrere Minuten keine Wasserstandsmessungen! Siehe Spezifikationen für die Nahfeldausblendung des Sensors.

WMA, Maximumpegel

Der maximal zu erwartende Wasserstand (siehe Abbildung 18). Er stellt die Obergrenze der W-v-Beziehung dar und ist für das W-v-Lernen erforderlich.

WLL, Niederwassergrenze

Der Wasserstand, unterhalb dessen Geschwindigkeitsmessungen nicht möglich sind (siehe Abbildung 18). Er stellt die Untergrenze der W-v-Beziehung dar. Der Richtwert liegt 5 cm über dem Flussbett oder überstehenden Steinen im Messbereich.

ACHTUNG Unterhalb der Untergrenze wird keine Geschwindigkeitsmessung mehr durchgeführt.

WCF, Stillstandspegel

Der Wasserstand, bei dem die Strömungsgeschwindigkeit immer Null ist (siehe Abbildung 18).

Abbildung 18 Bezeichnung der Wasserstände

Im Allgemeinen folgen die vordefinierten Wasserstände die Regel: W_Q > WMA> WLL> WCF

Abgleichen

Die wichtigste Einstellung für Wasserstands- und Durchflussmessungen ist die Pegeleinstellung. Der gemessene Wasserstand W muss sich auf die Angaben im Querschnittsprofil und in der Durchflusstabelle beziehen Eine Standorterkundung durchführen(siehe Abschnitt ).

Das Verfahren zum Einstellen des Pegels ist für Standorte mit und ohne vorhandene Wasserstandsmessungen unterschiedlich.

Einstellung bei bekanntem Wasserstand

Die Anpassung an eine bestehende Wasserstandsmessung ist einfach, da der aktuelle Wasserstand bekannt ist. Es ist jedoch unbedingt erforderlich, dass der Nullpunkt PN der vorhandenen Wasserstandsmessung als Referenz für die Durchflusstabelle definiert wird.

Die Wasserstandsmessung des RQ‑30 Sensor wird durch die folgenden Schritte auf den bekannten Wert eingestellt:

  1. In der Parameterliste auf Abgleichen klicken. Dies löst eine Wasserstandsmessung aus und der gemessene Wasserstand wird angezeigt.
  2. Den Wasserstand der vorhandenen Messung eingeben. Nach Bestätigung wird die Wasserstandsmessung des Sensors RQ‑30 auf den vorgegebenen Wert eingestellt und der Eintrag für die Montagehöhe W_Q aktualisiert.

Abbildung 19 Einstellung bei bekanntem Wasserstand

Einstellung bei unbekanntem Wasserstand

Ist der Wasserstand am Messort nicht bekannt, kann die Montagehöhe W_Q des RQ‑30 Sensors direkt eingestellt werden. Dazu muss die genaue vertikale Position des RQ‑30 Sensors im Referenzkoordinatensystem ermittelt werden.

Abbildung 20 Anpassung des Wasserstandes anhand der Monagehöhe W_Q des RQ‑30

Einstellung der speziellen Wasserstandswerte

Die Geschwindigkeitsmessung kann bei niedrigen Wasserständen behindert werden. Sinkt der Füllstand unter WLL, wird die Geschwindigkeitsmessung gestoppt, um fehlerhafte Messungen zu vermeiden. Die Wasserstandsmessung wird jedoch weiterhin durchgeführt und der Durchfluss wird durch Interpolation der Geschwindigkeit zwischen WLL und WCF bestimmt. Die Geschwindigkeit bei WLL wird aus dem W-v-Verhältnis berechnet.