Geologisches Warnsystem - Mure
Projekt: Geologisches Warnsystem - Mure
Ort: Wartschenbach - Nußdorf, Österreich
Aufgabenstellung
Rutschungen sind immer wieder auslösende Elemente für große Murgänge. So auch am Wartschenbach, wo aufgrund der geologischen Situation eine Gefährdung für Bevölkerung und Infrastruktur besteht. Nach extremen Schadensereignissen in den Jahren 1995 und 1997 wurde neben umfangreichen baulichen Maßnahmen ein Forschungsprojekt vom Lebensministerium und dem Institut für alpine Naturgefahren der BOKU Wien initiiert, mit dem Ziel, ein automatisches Warn- und Informationssystem zu entwickeln.

- Rutschgefährdete Stelle

- Sperre am Unterlauf des Wartschenbach
Lösung
In der ersten Ausbaustufe wurde ein Messsystem realisiert, welches alle für die Rutschung relevanten Umweltparameter protokolliert. Insgesamt sieben Messstellen erfassen einerseits Niederschlagsereignisse in den Einzugsgebieten, Abfluss- und Einstauhöhen im Gerinne und in den Rückhaltesperren als auch Erdschwingungen im Falle eines Murereignisses. Auf diesem Datenmaterial aufbauend, wurden in einer weiteren Projektphase murenauslösende Konstellationen herausgearbeitet und in einem Warnsystem abgebildet.

- Projektbeschreibung unter www.boku.ac.at/ian

- Rutschung am Wartschenbach
Ausführung
Nach der Implementierung des Warnsystems im Frühjahr 2004, stehen dem Projektteam und der örtlichen Gebietsbauleitung eine Vielzahl alarmrelevanter Funktionen zur Verfügung. Der Alarmeditor, als zentrales Element des Warnsystems, ermöglicht eine einfache Abbildung komplexer Alarmbedingungen und stellt eine benutzerfreundliche Verwaltung von Informationswegen für den Alarmfall zur Verfügung. Das Hauptaugenmerk bei der Entwicklung wurde auf die Interaktivität des Systems gelegt, um ein kontinuierliches „Lernen“ mit der Situation am Wartschenbach zu ermöglichen.


Anfrage