In den Bergen nahe der Anrisszone ist der Lawinenwächter montiert, um auf Auslösesignal Lawinenabgänge in schwer erreichbarem Gelände auszulösen. Er ist mit mindestens 10 Wurfladungen bestückt. Der Lawinenwächter funktioniert auch bei härtesten Umweltbedingungen zuverlässig. Der Schutzkasten des Lawinenwächters® ist mit einer Türe verschlossen, die sich beim Einsatz ferngesteuert öffnet. Sicherheit also bei Einsatz- und Ruhephase.
Aufbau der Anlagen
Die Lawinenwächter® -Anlagen werden mit Fundament oder Felsanker an einem sicheren Standort nahe der Anrisszone montiert. Sie sind mit einem oder zwei Schutzkästen zu je 10 Sprengladungen bestückt. Die Ladungen werden vor dem Winter durch das Bedienungspersonal über ein klappbares, abschliessbares Podest eingebracht.
Ferngesteuert
Von einem sicheren Standort aus werden die Sprengungen mittels PC ausgelöst. Die Befehle von der Bedienstation zum Lawinenwächter® werden durch Sicherheitsfunk übertragen. Eine Solareinheit liefert die Energie zur Versorgung der elektrischen Steuerung im Schutzkasten mit Sicherheitssystem, Zündgenerator und der automatischen Türbetätigung.
Jeder Schuss ein Treffer
Die Ladungen sind auf die gewählten Sprengpunkte eingeschossen und werden einzeln ausgelöst. Ein elektrischer Sicherheits-Brennzünder entfacht die Treibladung. Beim Auswerfen der Sprengladung aus dem Rohr entzünden die Abreisszünder die Sicherheitsanzündschnüre. Die Sprengkapsel bringt 2,8 kg Lawinensprengstoff im Zielgebiet zur Explosion.
Grosse Abdeckung
Durch unterschiedlich grosse Treibladungen werden Auswurfweiten von 50 bis 150 m erreicht. Damit deckt ein Lawinenwächter® eine Anrisszone von 300 m ab.
Sicherheitskontrolle
Die erfolgreiche Detonation wird durch das Geophon erkannt und am PC angezeigt. Der Bildschirm zeigt die Anzahl der noch verfügbaren Sprengladungen im Wurfkasten an.


