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Geotechnische Überwachung - “Schwarze Schneidbahn“

Projekt: Geotechnische Überwachung - “Schwarze Schneidbahn“
Ort: Rettenbachferner - Sölden, Österreich

 

Aufgabenstellung
Die Vorgabe der Bergbahnen Sölden beim Neubau der “Schwarzen Schneidbahn“ war eindeutig: Eine Gletscherbahn zu errichten, die jedoch nicht auf Eis gebaut ist! Konventionelle Lösungen bei Gletscherbahnen, nämlich die Stützen schwimmend auf dem Eis zu errichten, wäre durch die massiven Bewegungen des Rettenbachferner und die damit verbundene Neueinrichtung der Stützen zu aufwendig geworden.

25 m tiefe Baugrube im Gletscher
Beeindruckende Dimensionen des Fundaments

Lösung
Erstmalig wurde, bei dieser von der Firma Doppelmayr realisierten Bahn, eine Liftstütze im Gletscher fix fundamentiert. Die Ausrichtung der beheizbaren Fundamentscheiben erfolgte in Fließrichtung des Rettenbachferner. Bergseitig teilen Schneidekeile das Eis und ermöglichen das Vorbeigleiten des Gletschers am Fundament. Da es bislang keine Erfahrungen mit derartigen Fundamenten gibt, wurde zur Sicherheit der Anlage das Fundament mit aufwändiger Messtechnik ausgestattet.

Beheizbare Schneidekeile teilen den Gletscher.
Beheizbare Schneidekeile teilen den Gletscher.
Blick von unten auf die 55 m hohe Stütze
Blick von unten auf die 55 m hohe Stütze

Ausführung
Die stählernen Schneidekeile sind mit Kraftmessdosen versehen, um eintretenden Druck auf die Stirnflächen des Fundaments zu registrieren. Weitere kritische Parameter wie die Temperatur im Fundament, die Neigung der Stütze und der Betriebszustand des Heizsystems werden ständig elektronisch überwacht und in die Betriebsleitung übermittelt. Die hier gewonnenen Daten liefern Planern und Geologen wertvolle Informationen für ähnliche Herausforderungen in der Zukunft.

Download Projektreferenz

Rettenbachferner_200415.pdf


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